Die Restschuldbefreiung (Wohlverhaltensphase)

Die Wohlverhaltensphase schließt sich unmittelbar an das Insolvenzverfahren an.

Auch während der Wohlverhaltensphase müssen Sie Ihr pfändbares Arbeitseinkommen oder gleichgestellte Bezüge an den Treuhänder abtreten.

Der Treuhänder zieht das Geld auf ein Insolvenzanderkonto ein und verteilt es nach Abzug der Verfahrenskosten einmal jährlich an die Gläubiger.

Der Gesetzgeber hat in § 295 InsO geregelt, was Sie während der Dauer der Wohlverhaltensphase beachten müssen.

Im Einzelnen müssen Sie

  • eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben oder das Bemühen um die Aufnahme einer solchen Tätigkeit bei Bedarf nachweisen können
  • im Falle einer angenommenen Erbschaft die Hälfte des geerbten Vermögens an den Treuhänder abführen
  • sämtliche Veränderungen Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse dem Treuhänder mitteilen
  • Mitteilungen über Veränderungen in Bezug auf Wohnsitz, Arbeitsplatz, Einkünfte und Vermögen
  • Zahlungen nur an den Treuhänder und nicht an einzelne Insolvenzgläubiger leisten

 



Nutzen Sie meine Kompetenz im Bereich Insolvenzrecht in allen Fragen rund um das Thema Restschuldbereiung.

Sofern diese Obliegenheiten verletzt werden, kann das Insolvenzgericht auf Antrag eines Insolvenzgläubigers während der gesamten Dauer der Wohlverhaltensphase die Restschuldbefreiung versagen.

Wenn Sie den Obliegenheiten in der Wohlverhaltensphase nachkommen, erteilt Ihnen das Insolvenzgericht nach Ablauf von sechs Jahren nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung.

 

Mit Erteilung der Restschuldbefreiung sind Sie alle Schulden los, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind.

 

 

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstandene Verbindlichkeiten sind natürlich nicht von der Restschuldbefreiung erfasst.

 

Ausgenommen von der Restschuldbefreiung sind zudem Forderungen aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen. Hierfür muss der Gläubiger seine Forderung gegen Sie als Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung als solche beim Insolvenzverwalter/Treuhänder zur Insolvenztabelle angemeldet haben und diese Forderung muss entsprechend festgestellt sein.

 

Im Falle einer solchen Forderungsanmeldung erhalten Sie vom Insolvenzgericht eine entsprechende Mitteilung.

 

Sie haben dann die Möglichkeit, gegen den Vorwurf, der Forderung liege eine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung zugrunde, Widerspruch einzulegen.

 

Dann wäre es Aufgabe des Gläubigers, durch ein Gericht feststellen zu lassen, dass es sich bei der angemeldeten Forderung um eine Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung handelt. Tut er dies nicht, so wird auch für diese Forderung die Restschuldbefreiung erteilt.

 

Selbstverständlich berate und vertrete ich Sie bei allen Fragen rund um die Wohlverhaltenszeit.

 

Lassen Sie sich Beraten durch meine Anwaltskanzlei in Bielefeld

Selbstverständlich übernehme ich für Sie sämtliche notwendigen Schritte für die außergerichtliche Schuldenbereinigung / Schuldnerberatung bis zu einem möglichen Insolvenzantrag und vertrete Sie auf Wunsch auch gerne während der Dauer des Insolvenzverfahrens bis hin zur Erteilung der Restschuldbefreiung.

 

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